So machen Sie Ihr Auto fit für den Urlaub

Detailaufnahme eines voll beladene Kofferraums, welcher offen steht.

Die Koffer sind gepackt, die Laune ist prächtig – die Fahrt in den wohlverdienten Urlaub steht an! Falls Sie wie der Großteil der Deutschen mit Ihrem Auto gen Traumurlaub in die Berge zum Skifahren oder an den Strand starten, sollten Sie Ihr Fahrzeug vor Fahrtantritt gründlich checken und auf die lange Fahrt vorbereiten. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Continental verraten wir Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie Ihr Auto fit für den Urlaub machen und worauf Sie besonders achten müssen.

Die drei dicken „B“

Bei der technischen Begutachtung Ihres Fahrzeugs spielen vor allem die drei „dicken B“ eine entscheidende Rolle: die Bereifung, die Bremsanlage und die Beleuchtung. Sie sind essentiell für eine gute und sichere Fahrt.

Bei der Bereifung sollten Sie vor allem die Minimalgrenze für die Profiltiefe im Blick haben. Per Gesetz müssen Reifen ab einer Tiefe von 1,6 Millimetern ausgetauscht werden, der ADAC und Continental empfehlen allerdings, bereits ab vier (Winterreifen) bzw. drei Millimetern (Sommerreifen) neue Schlappen aufzuziehen. Nur so können die Reifen Ihre Griffigkeit und Standfestigkeit optimal auf die Straße übertragen und sorgen für eine sichere Fahrt.

Außerdem müssen Sie den Reifendruck der entsprechenden Beladung anpassen. Gerade bei Reisen, auf denen Sie viel Gepäck dabeihaben, sollten Sie den Reifendruck erhöhen, damit die Lauffläche der Pneus auf der Straße nicht zu groß ist und sie dementsprechend schneller verschleißen – ernste Schäden oder sogar Reifenplatzer können die Folge sein. Genaue Angaben zum korrekten Reifendruck finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Autos.

Auch die Bremsanlage sollten Sie vor Fahrtantritt gründlich überprüfen beziehungsweise dies von einem Profi in der Werkstatt durchführen lassen. Dazu gehören der Check der Bremssättel und der Bremsflüssigkeit.

Zu guter Letzt testen Sie, ob die Beleuchtung Ihres Autos einwandfrei funktioniert. Blinker, Scheinwerfer, Bremsleuchten: Nur, wenn hier alle Lampen funktionieren, behalten Sie auch im Dunkeln klare Sicht – und werden von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen. Achtung: Ist der Kofferraum voll beladen, müssen Sie eventuell die Einstellung der Scheinwerfer korrigieren, um den Gegenverkehr nicht zu blenden.

Selbstverständlich schadet es nicht, auch die restlichen technischen Komponente Ihres Fahrzeuges in Augenschein zu nehmen: Hat Ihre Batterie noch genügend Saft? Im Ausland ist es besonders ärgerlich, wegen einer leeren Batterie liegen zu bleiben. Prüfen Sie außerdem, ob genügend Öl und Kühlflüssigkeit für den Motor vorhanden ist – gerade bei langen Fahrten wird dieser besonders beansprucht.

Richtig beladen ist halb gewonnen

Für eine sichere Fahrt in den Urlaub spielt auch die korrekte Beladung eine große Rolle. Schwere und sperrige Gepäckstücke sollten Sie immer im Kofferraum oder unmittelbar hinter den Sitzen lagern und im besten Fall mit Spanngurten gegen das Verrutschen sichern. Machen sich schwere Koffer bei scharfen Bremsmanövern nämlich selbstständig, mutieren sie zu schweren Geschützen, die im schlimmsten Fall Verletzungen verursachen und Unfälle auslösen können.

Wenn Sie eine Dachbox für Ski oder anderes Urlaubsgepäck benutzen oder Fahrräder auf das Dach schnallen, seien Sie sich Ihrer neuen Fahrzeughöhe bewusst – gerade zu Beginn der Fahrt wird dies oft vergessen. Taucht dann eine Bahnunterführung oder ähnliches auf, kann dies schnell ungemütlich werden. Machen Sie sich klar, dass ein Auto bei voller Beladung einen anderen Schwerpunkt hat und sich das Fahrverhalten ändert:

  • der Bremsweg verlängert sich
  • das Fahrzeug schert bei abrupten Kurvenmanövern schneller aus und lässt sich schwieriger stabilisieren
  • der Spritverbrauch steigt

Achten Sie also darauf, nur das nötigste mitzunehmen und passen Sie auf, dass Ihr Fahrzeug die zulässige Gesamtmasse nicht überschreitet. Dass sämtliche Scheiben frei sein müssen und das Gepäck nicht die Sicht versperrt, sollte klar sein – oder?

Damit die gute Stimmung lange anhält

Ihr Fahrzeug ist technisch auf Vordermann gebracht und das Reisegepäck ist sicher verstaut? Prima. Nun haben wir noch ein paar Tipps für Sie, wie Sie die positive Stimmung bestmöglich mit in den Urlaub nehmen.

Ein Stau unmittelbar nach der Autobahnauffahrt trägt sicherlich nicht dazu bei. Es empfiehlt sich daher, abseits der gewohnten Stoßzeiten in den Urlaub zu starten. Der Hauptanreisetag ist in der Regel der Samstag – versuchen Sie also, in der Mitte der Woche in den Urlaub aufzubrechen, um lange Staus und Hupkonzerte zu vermeiden.

Natürlich kann es immer mal passieren, in einen Stau zu geraten. Darauf sollten Sie vorbereitet sein: Gerade für Kinder sollten genügend Unterhaltungsmöglichkeiten mit an Bord sein. Hier bieten sich hier vor allem Bücher, Hörbücher und kleinere Spiele an – auch der Klassiker „Ich sehe was, das du nicht siehst“ steht hier bei den Kids nach wie vor hoch im Kurs. Vergessen Sie außerdem nicht, regelmäßig Pausen einzulegen. Als Richtwert gilt: Alle zwei Stunden Fahrzeit eine Viertelstunde Pause machen. So können Sie sich als Fahrer oder Beifahrer die Füße vertreten und frische Luft schnappen, und auch den Kindern wird das Ausschütteln der Beine guttun. „Mama, wann sind wir endlich da“ – diesen Satz werden Sie so hoffentlich eher selten zu hören bekommen.

Nicht nur das Auto muss „tanken“

Last but not least: Die Verpflegung. Für eine gelungene Fahrt in den Urlaub benötigt vor allem der Fahrer Energie, um die Konzentration hoch zu halten. Hier bieten sich zucker- und fettfreie Snacks an, die nicht schwer im Magen liegen. Mineralwasser, frisches Obst und Vollkornbrote sind eine gute Wahl. Auch, wenn die Fahrt in den Urlaub nicht allzu lange dauert, sollten Sie immer etwas Proviant mit an Bord haben. Staus und mögliche Straßensperrungen sind nämlich nie auszuschließen – in diesem Fall wird auch die kürzeste Fahrt zum Marathon.

Egal, ob Sie zu einem Kurztrip oder zum ausgiebigen Ski- oder Strandurlaub aufbrechen – mit unseren Tipps sind Sie nun bestens gerüstet, um ohne Panne und sicher an Ihrem Ferienort anzukommen. Wenn Sie einen Schritt weitergehen und Ihre Fahrtechnik weiter verbessern möchten, empfehlen wir ein ADAC Pkw-Fahrsicherheitstraining. Hier lernen Sie in verschiedenen Übungen den Umgang mit kritischen Situationen im Straßenverkehr – Sie gelangen mit viel Spaß zu mehr Fahrsicherheit!

Wir wünschen Ihnen eine gute und sichere Fahrt und einen erholsamen Urlaub.